Die Hecke wächst

Achtung: Heute gibts einen Fund zu vermelden! Es hat jemand was an unserer Hecken-Fläche nahe des Friedhofs verloren!
 

Dort waren wir heute aktiv. Denn es ist viel zu trocken. Der Meinung sind auch unsere Wild-Sträucher der Heckenpflanzung, die die Blätter teilweise hängen lassen. Daher gings wieder ans Gießen: 600 Liter per Gießkanne, verteilt auf jede der etwa 250 Pflanzen. Der wilde Bewuchs rundherum steht hoch, und das mit Absicht. Er verhindert die Verdunstung und Austrocknung der Erde. Rund um die Pflanzen haben wir den wilden Bewuchs entfernt und ihn als Mulchschicht auf den Boden aufgebracht. Das hält einerseits den Boden feucht, gibt den Sträuchern Nährstoffe und verhindert auch, dass rund um die Sträucher wieder zu schnell etwas aufwächst.
 
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Ja, und bei dieser Gieß-Aktion hätte ich beinahe auf eines der Fundstücke getreten. Vielleicht kam der jenige einfach ins Straucheln und ihm fiel das Fundstück aus der Hand? Oder war es zu schwer für ihn, es weiter zu tragen, und er konnte es nur noch mit allerletzter Kraft im Gras ablegen? Vielleicht hatte er auch einfach keine Lust mehr, es mit sich herum zu schleppen? Dabei hatte er sich doch so viel Mühe gegeben:
Erst hatte er den Hundehaufen aufgehoben, ihn in eine Tüte gepackt, fein säuberlich zugebunden und dann … waren ihm die 30 Meter bis zum nächsten Hundekot-Eimer doch zu weit gewesen und er nutzte das hohe Gras.
 
Gehandelt nach dem TEAM-Prinzip: TEAM=“Toll ein andrer machts“ Ganze vier Beutel fand ich! Und ich habs gemacht – ich habe sie entsorgt. Es war keine Bergbesteigung nötig, kein Kampf durch Dornengestrüpp, vorbei an wilden Tieren, kein Schwimmen durch einen reißenden Strom mit Alligatoren. Nein, es waren einfach 30 Schritte auf einem relativ geraden Weg ohne nennenswerte Steigung.
 
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Und seitdem frage ich mich wirklich: Was bewegt einen Menschen eigentlich dazu, erst den Hundehaufen aufzuheben, ihn einzupacken – um ihn dann in die Landschaft zu werfen?
Und wieso entsorgt die absolute Mehrheit der wirklich tollen und lobenswerten Hundehalter den Hundekot auf dem richtigen Weg, nämlich in den Tonnen? Während es für andere, wenige Zeitgenossen wohl sehr schwer ist, ihren Müll in den Eimer zu werfen? Und dazu zählen nicht nur Hundekot-Beutel, sondern alles mögliche.
Diese Gedanken aber nur mal so nebenbei. – Ansonsten entwickelt sich ein Großteil der Sträucher trotz Trockenheit sehr gut. Der Holunder trägt bereits Früchte. Und die Wildbienen-Nisthilfe ist gut besucht.
 
Die Eberesche

Die Eberesche



Holunderbeeren

Holunderbeeren


Wildbienen-Nisthilfe

Wildbienen-Nisthilfe


Der Weg zum Gießen

Der Weg zum Gießen

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Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es endlich mal regnet!
Und für alle, die einen Baum auf einer öffentlichen Fläche sehen, der vielleicht Wasser gebrauchen könnte: Einfach gießen, ein größerer Baum braucht zwar täglich viele hundert Liter, aber selbst kleinere Mengen helfen ihm, über die Dürre hinweg zu kommen und – im Notfallmodus – zu überleben. Ich habe an einigen Bäumen schon beobachtet, dass sie einen Teil ihrer Blätter abwerfen. Ein deutliches Zeichen, dass sie enorm unter der Trockenheit leiden. Und die Rekordhitze wird sie nun noch zusätzlich belasten.

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