Steinkauz

Unser erstes Projekt widmet sich einem leider selten gewordenen Vogel: Dem Steinkauz. In Rheinland-Pfalz gibt es nur noch etwa 300 Brutpaare, in ganz Deutschland sind es ca. 6.000. Somit steht die Kleineule mit dem schönen lateinischen Namen Athene noctua auf der Roten Liste der bedrohten Arten und gilt als „stark gefährdet“. (Quelle: NABU)

Dies war für uns Grund genug, eine Steinkauz-Niströhre selbst zu bauen. Ein Gartennachbar stellte eine weitere von ihm gebaute Röhre zur Verfügung.
Beide installierten wir in einem Walnussbaum. Der steht in einem Garten, der an einen Acker sowie weitere Kleingärten grenzt. In der Nähe befinden sich zudem größere Baumgruppen. Somit passt das Landschaftsbild ganz gut für den Kauz.

Das Nahrungsangebot ist hier ebenso groß. Vor allem steht die Feldmaus ganz oben auf dem Speiseplan der kleinen Eule, ebenso weitere Kleinsäuger, gefolgt von kleinen Singvögeln, Insekten, Regenwürmern, Amphibien und kleinen Reptilien. Dabei jagen sie durchaus vom Ansitz aus, um dann loszuschlagen und wie man es kennt die Beute zu ergreifen. Doch sie sind auch zu Fuß recht flink unterwegs, speziell wenn sie Insekten jagen, aber auch Mäuse. Ursprünglich sind sie Steppenbewohner.
Was ihnen dagegen gar nicht schmeckt sind Pestizide. Diese töten nicht nur ihre Beutetiere, sondern können auch ihnen selbst schaden.

Steinkäuze sind vor allem auf grünlandreiche, von Einzelbäumen bestandene Landschaften angewiesen. Sie mögen kurzgrasige Streuobstwiesen und Obstbaumgürtel. Als Baumhöhlenbrüter nutzen sie vor allem alte Kopfbäume mit Höhlen darin.
Diese werden jedoch immer weniger, denn alte Bäume fallen viel zu oft der Säge zum Opfer, obwohl sie noch gesund, lebens- und erhaltungsfähig sind.
Zwar nistet die etwa 22 Zentimeter hohe Eule, deren Flügel eine Spannweite von fast 60 Zentimetern aufweisen, ebenso in Nischen an Gebäuden oder Scheunen und auf Dachböden. Doch auch immer mehr alte Gemäuer werden abgerissen oder saniert und wärmegedämmt. Somit herrscht zunehmend „Wohnungsnot“ für brütende Paare. Sie sind auf künstliche Nisthilfen angewiesen.
Wie man eine solche Nishilfe baut, pflegt, und welchen Lebensraum der Steinkauz benötigt zeigt der NABU in diesem Merkblatt.

Steinkäuze nutzen übrigens gerne die eine Röhre als Brutplatz, während die andere als Futter-Depot und Tagesversteck dient. Auch mit einer dritten Röhre innerhalb ihres Reviers kann man ihnen was Gutes tun.

Die Niströhren sollten auf den Ästen installiert werden, nicht darunter hängend. Dies hat einen guten Grund: Die jungen Steinkäuze klettern gerne mal aus der Röhre. Liegt die Röhre auf einem Ast und ragt dieser nach vorne noch ein wenig hervor, können die Kleinen darauf Halt finden. Befindet sich dort kein Ast, könnten sie zu Boden fallen.

Die Steinkäuze sind da…

Wir freuen uns sehr, dass unsere Steinkauz-Niströhre bereits im Jahr 2020 von einem Paar dieser seltenen Vögel für ihre erfolgreiche Brut genutzt wurde. Nachdem im Juni 2020 vier junge Steinkäuze durch den NABU beringt werden konnten, haben wir im Herbst die beiden Röhren ausgebessert. Außerdem haben wir noch eine dritte Röhre befestigt.
Und auch in den folgenden Jahren wird die Röhre weiterhin genutzt.

15.04.2022

Auch diesem Jahr scheint ein Steinkauz-Paar wieder die Röhre als Nistplatz gewählt zu haben. Nähere Infos zur weiteren, spannenden Entwicklung gibt es künftig in unserem News-Blog.

03.06.2021

Heute wurde es ernst: Der Beringer des NABU sah vorbei, um eventuelle Jungtiere zu beringen und zu dokumentieren. Doch hatten die seltenen Eulen tatsächlich gebrütet? Die Wildkamera hatte die Tiere nur ganz am Anfang fotografiert. Dann zeigte sie keine Bilder mehr mit den Käuzen und die Befürchtung lag nahe, dass eines der Tiere evtl. einem Sperber oder einem anderen Raubtier zum Opfer gefallen sein könnte.

Doch dann die Erleichterung: Auch dieses Jahr gab es wieder Nachwuchs. Und offenbar war ein Teil schon ausgeflogen. Nur ein Jungtier saß noch in der Röhre.

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Beim Blick in die zweite Röhre fand man nur eine Spinne. Und in der dritten saß dann, initten von Amsel-Federn…

Steinkauz erwachsen

… das Muttertier. Man erkannte es am Brutfleck, der typisch für weibliche Tier ein der Brutzeit ist. Dabei rupft sich der Muttervogel Federn am Bauchbereich weg, damit dort die pure Haut frei liegt. Die Federn isolieren und dadurch könnte der Vogel die Eier bei weitem nicht so gut wärmen, als beim Kontakt der Eier zur Haut.
Offenbar handelt es sich um einen sehr guten Amsel-Jäger. Der Vertreter vom NABU erklärte uns, dass es bei Steinkäuzen wohl Spezialisten gibt. Manche fangen sehr gut Mäuse, andere konzentrieren sich vorwiegend auf Regenwürmer, wieder andere fangen Eidechsen. Und unser Raubvogel hat sich wohl auf Amseln konzentiert.

Die Brutzeit bzw. -dauer in diesem Jahr variierte wohl sehr stark aufgrund der kühlen und nassen Witterung.

Damit wir nächstes Jahr einen besseren Einblick in die Brut erhalten können, prüfen wir momentan den Einsatz einer Nistkasten-Kamera, evtl. auch einer Live-Webcam. Und wir werden an einem weiteren Standort eine Niströhre aufhängen.

06.05.2021

Ein vorsichtiger und kurzer Blick in die Niströhre durch eine Fachfrau des NABU bestätigte den Verdacht: Ein Altvogel saß in der Röhre und momentan deutet immer mehr darauf hin, dass es  bei uns auch in diesem Jahr wieder ein brütendes Paar gibt.

17.04.2021

In den letzten Nächten und frühen Morgenstunden hat unsere Kamera wieder erste Bilder des Paares geschossen. Im Sommer, Herbst und Winter letzten Jahres hörte man die typischen Rufe, ab und zu war Gewölle zu finden. Auch im zeitigen Frühjahr waren sie zu hören, aber nicht zu sehen. Das ist nun anders. Die Tiere scheinen wohl nun bereits nach ihrer Röhre zu schauen. Von Februar bis April befinden sie sich in der Haupt-Balzzeit. Im Mai erfolgt die Eiablage.

07.06.2020

Die Kleinen sind nun auch außerhalb der Röhre aktiv und einer saß heute im vertikalen Erdbeerbeet unterhalb der Niströhre. Offenbar erkunden sie nun die Umgebung, um dann bald zu fliegen und sich eigene Reviere zu suchen. Bis zu 150 Kilometer weit fliegen Steinkäuze, meist bleiben sie jedoch im näheren Umkreis.

kauz-im-beet

01.06.2020

So, nun ist es offiziell: Es gibt Steinkauz-Nachwuchs in unserer Niströhre. Ein Beringer des Nabu hat heute vorbeigeschaut und gleich vier kleine Steinkäuze aus der Röhre geholt, beringt und dokumentiert. Ganz nebenbei durften wir während des Beringens ein paar Fotos machen. Dann durften die Kleinen direkt wieder zurück in die Röhre. Danach erhielten wir noch viele spannende Informationen rund um den Steinkauz, sein Jagdverhalten, die Bedrohungen und seine Anatomie.

Kauz1

Beringung erfolgreich – in den Ring ist die Vogelwarte Radolfzell eingraviert, da wir in Rheinland-Pfalz sitzen. Schon in Hessen ist es die Vogelwarte auf Helgoland, in den ostdeutschen Bundesländern ist Hiddensee zuständig. Wer übrigens einen Vogel mit Beringung findet, oder nur einen Ring, für den gibt es hier Tipps des Nabu.

Wie der Klimawandel sich auf den Kauz auswirkt ist nicht vorherzusehen. Zwar gibt es vielleicht mehr Mäuse und somit auch mehr Nahrungsangebot. Doch wird man in der Landwirtschaft auch Gifte einsetzen, um Mäuse zu töten. Und dieses Gift kann auch dem Steinkauz gefährlich werden.

Wie der Klimawandel sich auf den Kauz auswirkt ist nicht vorherzusehen. Zwar gibt es vielleicht mehr Mäuse und somit auch mehr Nahrungsangebot. Doch wird man in der Landwirtschaft auch Gifte einsetzen, um Mäuse zu töten. Und dieses Gift kann auch dem Steinkauz gefährlich werden. Die Lebenserwartung dieser Kleinen beträgt übrigens bis zu 19 Jahre.

Kauz mit Tastfedern am Schnabel

Hier erkennt man feine Federchen am Schnabel. Sie dienen den Tieren bei der Jagd wie z.B. den Katzen als zusätzlicher Sinn. Käuze besitzen auch eine Nickhaut, wodurch das Auge z.B. vor sich wehrenden Mäusen geschützt wird. Zu ihrer Hauptspeise zählen Regenwürmer, die sich bei dem trocknen Wetter momentan relativ rar machen. Daher konzentrieren sie sich wohl eher auf Mäuse. Damit diese sie nicht beim Anflug hören, sind die Federn der Tiere teilweise aufgefächert, es gibt keine klaren Kanten und somit auch keine Fluggeräusche.

Apropos Fliegen: Die Kleinen werden schätzungsweise bis Freitag die Niströhre verlassen und zunächst noch einige Zeit im Baum sitzen. Dann brechen sie auf. Die Elterntiere waren bereits nicht mehr in der Röhre, da sie sich bei einer gewissen Größe ihres Nachwuchses zurückziehen.
Für nächstes Jahr werden wir im Herbst eine weitere Niströhre im Walnussbaum anbringen und die alte ein wenig renovieren. Damit auch im nächsten Jahr wieder Nachwuchs angesagt ist.

19.05.2020

Es gibt gute Neuigkeiten! Eine Steinkauz-Betreuerin des Nabu war im Garten und hat in die Steinkauz-Niströhre geschaut. Zwar konnte sie leider keine Jungtiere sehen, jedoch saß wahrscheinlich die Mutter auf ihnen. Wie es scheint gibt es also Steinkauz-Nachwuchs. In zwei Wochen wird ein Beringer vorbeischauen, den Nachwuchs beringen und dokumentieren. Wahrscheinlich werden wir im Herbst die Röhre im gleichen Baum aber etwas weiter unten in einer Gabelung aufhängen. Dort kann man sie besser erreichen, kontrollieren und säubern. Vielleicht gibt es auch eine neue Niströhre mit Marder-Schutz. Über diesen verfügt unsere alte noch nicht.

Hier der Steinkauz im Anflug in der Nacht.

Hier der Steinkauz im Anflug in der Nacht.

15.05.2020

Leider haben wir keine Nistkasten-Kamera. Daher ist nicht ersichtlich, ob die Brut begonnen hat. Allerdings kann man seit einigen Tagen am Verhalten der Käuze erkenne, dass sich etwas ändert. Einer bleibt kontinuierlich in der Röhre und streckt nur ab und zu den Kopf heraus. Der andere geht auf die Jagd und versorgt den zurückgebliebenen. Daher hat es den Anschein, dass die Brut begonnen hat. Für nächstes Jahr planen wir den Einsatz einer Nistkasten-Kamera.

Steinkauz schaut aus der Röhre

Steinkauz schaut aus der Röhre

Kauz am frühen Morgen vor der Röhre

Kauz am frühen Morgen vor der Röhre

03.05.2020

Kauz im Anflug auf die Niströhre

Kauz im Anflug auf die Niströhre

Steinkauz am Morgen

Steinkauz am Morgen

Steinkauz

Steinkauz hält Ausschau

18.04.2020

Steinkauz schaut aus der Niströhre. Aufgenommen wurde das Bild mit einer Kamera, die eine höhere Auflösung hat. Zunächst kam vermutlich der männliche Kauz angeflogen und ging in die Röhre, die offenbar dem Futtervorrat dient. Dann wurde der zweite - ich vermute das Weibchen - in der hier sichtbaren Niströhre aktiv und sah in die Kamera. Auch ihrem Partner ist die Anwesenheit eines Zweibeiners nicht entgangen, er saß auf einem Ast, streckte und setzte sich wie es bei den Steinkäuzen üblich, um einen Überblick zu bekommen. Dann flog er davon und in der Ferne hörte man die Rufe.

Steinkauz schaut aus der Niströhre. Aufgenommen wurde das Bild mit einer Kamera, die eine höhere Auflösung hat. Zunächst kam vermutlich der männliche Kauz angeflogen und ging in die Röhre, die offenbar dem Futtervorrat dient. Dann wurde der zweite – ich vermute das Weibchen – in der hier sichtbaren Niströhre aktiv und sah in die Kamera. Auch ihrem Partner ist die Anwesenheit eines Zweibeiners nicht entgangen, er saß auf einem Ast, streckte und setzte sich wie es bei den Steinkäuzen üblich, um einen Überblick zu bekommen. Dann flog er davon und in der Ferne hörte man die Rufe.

17.04.2020

Was passiert, wenn Steinkauz und Nachtigall aufeinander treffen sieht man hier…

15.04.2020

Die Bilder unserer Wildkamera lassen zumindest vermuten, dass das Weibchen mit der Brut begonnen hat. Das Männchen scheint ihm Futter zu bringen, wie hier auf dem Bild zu sehen. Daher könnten die Kleinen Mitte Mai nach 26 Tagen Brutzeit schlüpfen. Am Wochenende werden wir wahrscheinlich mal mit einer Kamera im Garten vorbeischauen, die etwas mehr Schärfe bietet. Die Käuze werden erst mit der Dunkelheit aktiv.

Die Bilder unserer Wildkamera lassen zumindest vermuten, dass das Weibchen mit der Brut begonnen hat. Das Männchen scheint ihm Futter zu bringen, wie hier auf dem Bild zu sehen. Daher könnten die Kleinen Mitte Mai nach 26 Tagen Brutzeit schlüpfen. Am Wochenende werden wir wahrscheinlich mal mit einer Kamera im Garten vorbeischauen, die etwas mehr Schärfe bietet. Die Käuze werden erst mit der Dunkelheit aktiv.

11.04.2020

Kauz mit Maus

Kauz mit Maus… Heute gibts mal ein Bild von der zweiten Niströhre und einer anderen Perspektive Der Kauz ist deutlich näher und somit besser zu erkennen. Und zum ersten mal kann man auch ein Beutetier sehen, das er in die Niströhre schleppt. Vermutlich ist das hier die Lagerstätte für Beutetiere, denn eine solche legen Steinkäuze an. Das würde auch erklären, warum sich hier mehrfach ein Rabe vor das Loch gesetzt hat. Vielleicht hat er Beute gewittert…

07.04.2020

Ein Rabe schaut in die Niströhre. Es gibt einige natürlichen Feinde, die den Eiern, den Kleinen und auch den Elterntieren gefährlich werden könnten. Es bleibt zu hoffen, dass die Brut dennoch erfolgreich verläuft.

Ein Rabe schaut in die Niströhre. Es gibt einige natürlichen Feinde, die den Eiern, den Kleinen und auch den Elterntieren gefährlich werden könnten. Es bleibt zu hoffen, dass die Brut dennoch erfolgreich verläuft.

Steinkauz am Morgen

Auch am Morgen sitzt ein Kauz nahe der Niströhre. Sobald die ersten Eier gelegt wurden, dauert es etwa 26 Tage, bis die Kleinen schlüpfen.

Käuze

Vielleicht beginnt das Weibchen schon bald mit der Brut? Einer der beiden Käuze sitzt nämlich verhältnismäßig oft nahe der Niströhre, oder auch darin.

05.04.2020

Hier gibt der Kauz einen seiner Rufe zum Besten.

Hier klettert einer der Käuze zur Niströhre. Noch sind beide draußen unterwegs. Die Brut hat also noch nicht begonnen. Dafür hört man ab und zu laute Rufe und Gezeter, was darauf hinweist, dass ein Rivale ins Revier des Kauzes eingedrungen ist. Oder ist ein natürlicher Feind, den der Kauz abwehren muss?

31.März 2020

Steinkäuze im Anflug auf die Niströhre. Hier ist auch deutlich der Ruf hörbar.

29.März 2020

Steinkauz-Gewölle

(Nicht nur) Eulen würgen unverdauliche Überreste wieder aus. Sie verschlingen ihre Beute oftmals im Ganzen oder in großen Stücken. Im Drüsenmagen werden mit Hilfe von Verdauungssäften die Nährstoffe vom Rest gelöst…

Nager-Gebeine

Auf den Drüsenmagen folgt der Muskelmagen. Der ist mit einer stabilen Sekret-Schicht ausgekleidet und kann sich somit zusammenziehen, um aus dem Nahrungsbrei noch den letzten Rest verdaulicher Stoffe zu entziehen. Doch es bleiben noch immer Reste übrig, die der Kauz einfach nicht verdauen kann.

Deckflügel und Beine von Käfern

Hierzu zählen neben Knochen auch Chitin-Panzer von Insekten. Und vor allem Haare. Aus diesen besteht ein Großteil des Gewölles. Nach 8-17 Stunden würgt die Eule das Unverdauliche schließlich aus… Das Gewölle bietet nicht nur Rückschlüsse darauf, von welcher Eule es stammt. Es bietet auch einen Einblick in die Tierwelt drumherum.

Ein Blick aus der Niströhre

Ein Blick aus der Niströhre

Die Sonne geht auf...

Die Sonne geht auf… Auch am Tag sind Eulen nicht blind, sondern sehen noch sehr gut. Der Steinkauz jagt teilweise auch am Tage.

KAUZ3

Der Steinkauz ist ursprünglich Bewohner der Steppe. Da er auch oft zu Fuß unterwegs ist und dort nach Beute und Feinden Ausschau halten muss…

Kauz streckt sich

…streckt er sich, wie auf diesem Bild leider nur ein wenig zu erkennen. Das Bild zuvor wurde eine Sekunde vor diesem aufgenenommen.

Kauz2

Hier erkennt man den typisch kurzen Schwanz des Steinkauzes.

Hier schaut ein Kauz aus der Niströhre

Hier schaut ein Kauz aus der Niströhre

28. März 2020

Hier fliegt der Kauz direkt Richtung Kamera, sicher auf dem Weg zur Jagd.

Hier fliegt der Kauz direkt Richtung Kamera, sicher auf dem Weg zur Jagd.

Der Steinkauz mit ausgebreiteten Flügeln

Der Steinkauz hat eine Flügelspannweite von fast 60 Zentimetern

Steinkauz-Augen

Hier schimmert ein Auge des Kauzes. Die Sehkraft von Greifvögeln übertrifft die des Menschen um ein Vielfaches. Manche können eine Maus aus Höhen von 3 Kilometern Entfernung erkennen. Das Auflösungsvermögen der Netzhaut ist drei bis vier mal größer als das des menschlichen Auges. Auch ihr Gesichtsfeld ist deutlich erweitert.

Suchbild - wo ist der Kauz...?

Hier mal ein Suchbild – wo ist der Kauz? Er ist durch sein Gefieder der natürlichen Umgebung angepasst. Das hat einerseits mit der Jagd zu tun, andererseits aber auch mit seinen natürichen Feinden: Große Eulen, aber auch der größere Waldkauz, machen vor der kleinen Eule nicht Halt.

Zwei Käuze

Hier sieht man beide Käuze, einer sitzt am Eingangsloch der Niströhre, der andere Flügel schlagend auf dem Ast davor. Bald beginnt die Zeit der Brut – Mitte bis Ende April wird das Weibchen im Abstand von 1-2 Tagen drei bis fünf rundliche Eier ablegen. Für 26 Tage wird es brüten, während das Männchen es mit Futter versorgt. Wenn die Jungen geschlüpft sind, wird es das Weibchen intensiv mit seinen Federn vor Kälte schützen. Die Kauz-Mutter „hudert“. Nach etwa 30 Tagen verlassen die Jungen die Bruthöhle.

Kauz in der Dämmerung

Bald ist es Zeit, sich wieder in die Niströhre zurückzuziehen. Es dämmert und spätestens wenn die Sonne aufgeht, zieht sich der Kauz meistens zurück. Doch es kommt auch vor, dass er tagaktiv auf einem Ansitz sitzt und jagt.

22. März 2020

Hier sieht man die erste Video-Aufnahme. Die Käuze flattern nur kurz durchs Bild, doch ihr Ruf ist dann deutlich zu hören. Daher am besten die Lautstärke hochdrehen… Es könnte sich hier um das Paar handeln, jedoch auch um zwei rivalisierende Männchen.

Übrigens: Früher galten die Vögel als Todesboten, denn oftmals wenn ein Mensch starb, tauchten sie kurz zuvor auf und riefen ihren gruseligen „Totengesang“. Doch mit dem Totenreich haben ihre Rufe natürlich nichts zu tun: Da man früher Kerzen ins Fenster stellte, wenn ein Mensch im Sterben lag, wurden die Käuze vom Licht angelockt und tauchten meist nur deshalb auf.
Das wusste man damals nicht und brachte somit die Vögel mit dem Tod direkt in Verbindung. Dieser Aberglaube zog nach sich, dass es teilweise üblich war, Käuze an die Tür der Scheune zu nageln, oder ans Haus, um Unheil abzuwenden.

9. März 2020

Hier die ersten Bilder, wenn auch etwas unscharf, aber wir arbeiten daran…

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